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Piratenmuseum in der Burg von Santa Barbara

"Fluch der Karibik", "Der Herr der sieben Meere" und viele andere Kinofilme zum Thema "Piraten" sind immer populär. Aber die Realität der Piratenüberfälle auf Inseln (von Island bis ins Mittelmeer) und Küstenorte in vergangenen Jahrhunderten war grauenhaft. Piraten, auch "Korsaren" genannt, aus Nordafrika suchten schon im 16. Jahrhundert und bis ins 18. Jahrhundert hinein immer wieder die Kanarischen Inseln heim.  

Lanzarote war besonders betroffen, wahrscheinlich, weil es die nördlichste Insel der Kanaren ist - von hier aus konnten die Piratenschiffe schnell wieder ins offene Meer verschwinden. Auch die Bewohner der Gemeinde Teguise auf Lanzarote wurden mehrmals Opfer von Piratenüberfallen. Die Piraten töteten viele Menschen, raubten sie aus und verschleppten auch manche der Bewohner in die Sklaverei. 

Ein besonders schlimmer Überfall fand im Jahr 1586 statt. Eine Gedenktafel bei der Kirche von Teguise erinnert noch heute daran. Um das Meer zu beobachten und die Bevölkerung zu schützen, erbauten die Bürger von Teguise die Burg von Santa Barbara auf dem 435 m hohen Vulkanberg Guanapay. Deshalb wird die Burg auch "Castillo de Guanapay" genannt. Von oben ist die Aussicht traumhaft. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum zahlreicher Touristen hierher einen Ausflug unternehmen: in der Burg ist heute ein Piratenmuseum eingerichtet. 

Die Burg von Santa Barbara auf Lanzarote 

Die Burg "Castillo de Santa Barbara" wurde Ende des 16. Jahrhunderts errichtet und ist sehr gut erhalten. Sie wirkt wie eine mittelalterliche Bilderbuchburg, die über eine Zugbrücke erreichbar werden kann. An den Ecken des viereckigen Grundrisses des Burgareals stehen vier hübsche Türme, zwei sind rund, zwei eckig - und alle sind mit Schießscharten versehen. In der Mitte befindet ein großer Turm. 

Übrigens hat die Burg ihre Aufgabe, die Leute der Umgebung vor den Piraten zu schützen, nur unzulänglich erfüllt: Sie war zu weit vom Kernort entfernt. Die Bewohner von Teguise konnten im Ernstfall nicht schnell genug gewarnt werden und sich auch nicht schnell genug in die Burg zurückziehen. 

Video: Castillo De Santa Barbara - Lanzarote

Das Museum – spannende Exponate aus der Piratenzeit 

In der Burg ist seit 2010 das "Museo de la Pirateria", das Piratenmuseum, eingerichtet. Es ist täglich geöffnet, kostet nicht viel Eintritt. Es lohnt sich, von Ihrem Ferienhaus auf Lanzarote aus, einen Ausflug zur Burg von Santa Barbara zu unternehmen. Auch Kinder werden gespannt in die Piratenzeit eintauchen. Leider ist das gesamte Areal nicht behindertengerecht gestaltet - die Treppen sind zu steil. 

In den Ausstellungsräumen im großen Turm sind interessante Exponate zu sehen, beispielsweise ein Modell der Altstadt von Teguise und - besonders attraktiv - ein Modell einer spanischen Galeere mit Kanonen. Im Waffensaal können zahlreiche Waffen aus alten Zeiten bestaunt werden. Das Museum vermittelt insgesamt viel Wissenswertes darüber, was die Piratengefahr für Teguise und die Insel Lanzarote im Besonderen und für die Kanarischen Inseln im Allgemeinen bedeutet hat.

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